Das sind wir!

Birgit und Fax

Hubert und Ninja

 

 

Mein Leben mit Hunden begann schon recht früh: mit 11 Jahren bekam ich meinen ersten eigenen Hund, einen Glatthaar-Foxterrier namens "Axel"

Als dieser im Alter von 8 Jahren vergiftet wurde, kam der nächste Glatthaar-Foxterrier ins Haus...."Marco"!  Mit ihm begannen die ersten Schritte in Richtung " Ausbildung" ..leider ohne jeglichen Erfolg....Marco gehorchte ausschließlich seinen Trieben und Instinkten und raubte schnell jedem den letzten Nerv.

Nachdem ich dann in ein eigenes Haus umgezogen war und ein paar hundefreie Jahre dank meiner Mutter hatte ( sie wollte Marco nicht mehr hergeben ), wuchs in mir der Wunsch nach einem belgischen Schäferhund. So zog dann am 11.10.1992 mein Tervueren "Nando" bei uns ein, sozusagen ein belgischer Direktimport, da ich ihn auf einem belgischen Markt gekauft hatte!

Man bezahlt aus Tierliebe eine Menge Lehrgeld mit ständigen Krankheiten und unvorhergesehenen Begebenheiten, die solch ein "Flohmarkt-Hund" mit sich bringt, jedoch begann mit ihm meine Passion zum Hundesport:

Obwohl er aus meiner heutigen Sicht heraus für den wirklichen Leistungssport nicht geeignet war - dank mangelnder Griffvölle und Belastbarkeit - habe ich Nando die meisten Erfahrungen und jede Menge Wissen um die Aufzucht, Ausbildung und Förderung eines Gebrauchshundes zu verdanken.

Durch meinen Ehrgeiz, der mit Nando erwacht war, durch Fleiß und mit Hilfe eines sehr erfahrenen Sportkollegen, der sich meiner damals annahm, konnte ich mit Nando über 40 Prüfungen absolvieren, habe ihn 14 mal auf SchH-Prüfungen geführt, mich auch auf Kreismeisterschaft und Landesmeisterschaft qualifiziert, wobei er den Anforderungen auf Landesebene leider nicht gewachsen war....dafür hatte er eine "Supernase" und wurde 1998 Landessieger der Fährtenhunde im HSVRM!

Je älter Nando wurde, desto mehr wuchs in mir der Wunsch, einen würdigen Nachfolger für ihn zu finden ...einen Hund, der im Gebrauchshundesport noch besser bestehen konnte als er.... meine Wahl fiel auf die Rasse "Deutscher Schäferhund", die Rasse der ich heute noch treu bin!

Da ich auf jeden Fall einen Welpen wieder selbst groß ziehen wollte, folgten einige Vertreter dieser Rasse ...leider hatte ich so manches Mal Pech in der Wahl meiner Hunde: entweder erwiessen sie sich im Laufe der Ausbildung als nicht brauchbar für den Sport oder sie waren nicht gesund! Alle Hunde konnte ich nicht behalten, doch Gott sei Dank konnte ich diese Tiere an liebevolle und verantwortungsbewusste Menschen weiter vermitteln und habe bis heute noch Kontakt zu den meisten dieser Hundefreunde!

Durch die glückliche Vermittlung einer meiner Züchter bekam ich, mehr durch Zufall, meinen heutigen Deckrüden "Fax vom Adelmannsfelder Land"! Damit begann erst richtig das "Hundlerleben"!

Da ich mittlerweile meinen heutigen Lebensgefährten, Freund, Trainer und Figurant Hubert kennen gelernt hatte, und seit April 1999 auch mit ihm zusammen lebe, wurde Fax von Anfang an systematisch auf seine Laufbahn als Sport-  und Gebrauchshund vorbereitet --- nebenbei: Fax ist auch mein bester Freund und ein toller Familienhund, der für sein Frauchen durchs Feuer geht!

Seit 1992 hat sich vieles geändert:

- ich konnte mit den verschiedensten Hunden , auch exotischen Rassen wie einem Rhodesien Ridgeback, meine Erfahrungen in Aufzucht und Ausbildung sammeln

- habe viele interessante Menschen und Ausbildungsmethoden in den verschiedensten Seminaren kennen gelernt ( u.a. bei Jan Kokx, Bart Bellon, Thomas Lapp, Jogi Zank, Jens Wicher, Adam Becker, Nina Miodragovic, u.v.a.)

- habe meinen Ausbildungsleiterschein im HSVRM und meine Berechtigung zum Abhalten des Hundeführerscheins im VDH erworben, 2007 folgte die Erlangung der Übungsleiterlizenz im SV

- war Mitglied in verschiedenen Vorständen bei SV und Gebrauchshunden

- habe dank "meinem" Hubert bis heute fünf mal an SchH-Kreis- und Landesausscheidungen teilgenommen, ging drei mal mit Fax als Sieger aus der Kreismeisterschaft, war vier mal auf der SchH / VPG Deutschen Meisterschaft des DHV, nahm vier mal an FH-Kreis- und drei mal an FH-Landesmeisterschaften teil, konnte dort einmal den Titel holen

- habe viele nette und einige weniger nette Menschen kennen gelernt, neue Freunde gefunden und einiges von Deutschland gesehen

aber eines hat sich nicht geändert: 

meine Liebe zu Hunden und zum Hundesport!

In diesem Sinne stürzen wir uns in neue Aufgaben und werden weiter trainieren und ausbilden und lernen mit dem und am Hund!

Und irgendwann werden wir unter dem international geschützten Zwingernamen "vom Wolfsruf" eine kleine, aber feine Hobbyzucht aufbauen, eine Zucht in der Gesundheit und Gebrauchstüchtigkeit an erster Stelle stehen!

Birgit Gottlieb

 

 

 

Meine Laufbahn im Hundesport begann ca. 1980; mein Traum war schon immer ein Deutscher Schäferhund und so erwarb ich meinen ersten bei Züchter Hugo Goinar, einer der wenigen Züchter, die mir damals bekannt waren. Somit begann auch meine "Karriere" im Hundesport!

Dieser Welpe wurde leider nur 2 Jahre alt ...er war krank in allen Bereichen.

Durch Sportkollegen aus meinem SV-Verein kam ich zu meinem zweiten Hund, dieser war ebenfalls vom Züchter: ein ca. 18 Monate alter Rüde von Günter Dressler, "Joll Blue Iris". Diesen führte ich bis zur SchH2 und verkaufte ihn dann nach USA.

Meinen nächsten Deutschen Schäferhund erwarb ich aus kuriosen Umständen heraus von einem beinahe Obdachlosen ...das Tier gefiel mir außerordentlich gut in seinem Wesen und seiner ganzen Art, so wurden wir uns schnell handelseinig! 

Aufgrund seiner schlechten Haltung war der Rüde total abgemagert, aber er erwies sich als das, wofür ich ihn gehalten hatte: als fantastischer, echter Schutzhund. 

Mit ihm qualifizierte ich mich für die SchH- Landesmeisterschaft, da ich jedoch immer wieder Probleme in der Fährte mit ihm hatte, verkaufte ich ihn vorher ebenfalls nach USA.

Vom Beginn meiner Laufbahn auf Hundeplätzen an, war ich bereits als Helfer im Schutzdienst im Einsatz und figurierte fast von Anfang an meine eigenen Hunde selbst, da sich hier die Meinungen der Experten und die meinige nicht vereinten!

Überhaupt sah ich einige Aspekte der Ausbildung in einem ganz anderen Licht als mir amtierende Ausbildungswarte und damalige langjährige Hundeführer so weis machen wollten....damit eckt man natürlich fürchterlich an und setzt sich in die Nesseln, aber im Endeffekt bewahrheiteten sich immer wieder meine Methoden der Ausbildung und Förderung der Tiere. 

Wie das so ist: man macht sich so natürlich nur wenig Freunde, wenn man dann auch noch Erfolg hat mit seinen "seltsamen" Methoden...

In all den Jahren im Hundesport habe ich mit diesen Methoden im Schutzdienst, in der Unterordnung und auch in der Fährte jedoch sehr vielen Sportfreunden zu einigem Erfolg auf überregionaler Ebene sowie Vereinsebene verholfen!

1984 kaufte ich einen meiner besten Hunde: 

Tiger vom Eller Schloß, ein wahrer Rüde der Hochzucht ...groß, kräftig und eine tolle Farbe....aber was viel besser war: ein wahres Naturtalent im Schutzdienst, für den dieser Sport kein Spiel war ...was er immer wieder unter Beweis stellte.

Einen solchen Hund, der in diesem außergewöhnlichen Maße Schönheit und Leistung vereinte, habe ich nie wieder gesehen, ich denke, so etwas gibt es auch wirklich nur ganz, ganz selten!

Mit Tiger nahm ich Unglaublicherweise an mehr als 270 Prüfungen teil, jedes Wochenende wurde dieser Rüde geführt....damals machte man sich keinerlei Gedanken um Verschleiß ...und dieser Hund machte alles mit ....sein sehenswertes Einholen auf der langen Flucht war sprichwörtlich!

Er wurde über 13 Jahre alt und noch mit zwölf Jahren führte ich ihn auf FH-Prüfungen!

Ich erwarb immer wieder Schäferhunde im Laufe der Jahre, immer wieder Einjährige oder ältere Tiere ...alleine schon wegen dem röntgen und man sah eben gleich was man hat; aber richtig überzeugt hat mich nach "Tiger" keiner mehr. 

Und dann kam "er": mein erster Malinois namens "Nero". 

Der Malinois stand damals in den Anfängen in Deutschland... und einer der Hauptzüchter war Peter Engel, Zwinger "vom Löwenfels"

Mit zwei weiteren Sportfreunden wollten wir uns diese "Verrückten" mal etwas näher ansehen und so kamen wir dann mit drei Rüden von Peter Engel´s Importhunden zurück nach Hause.

Meiner war ca. einjährig, kam aus dem Ringsport und hatte die Angewohnheit, wenn man ihn aus Versehen mit den Füßen berührte, biss er sofort ohne zu zögern zu ...ein wahrer Spaß für mich und  meine Art, solche Hunde zu führen!

Mit Nero wurde ich viermal Kreismeister, nahm fünf mal an der HSVRM Landesmeisterschaft teil und qualifizierte mich drei mal mit ihm für die DHV Deutsche Meisterschaft ...dort war der krönende Abschluss der 4. Platz in Marburg mit 286 Pkt.!

Als Nero langsam in Rente ging holte ich mir wieder  einen Deutschen Schäfer, "Hassan vom Haus Guilpain". 

Mit einem dritten Platz auf der Kreismeisterschaft qualifizierte ich mich mit ihm für die Landesmeisterschaft, nahm aber aus persönlichen Gründen daran nicht teil, nein ich verkaufte ihn sogar und wollte 1999 dem Hundesport entsagen.

Wie das Leben so spielt, war dies nicht so einfach, nicht bei meinem Engagement der ganzen Jahre, immer Vorstandsarbeit in allen Vereinen, Obmann für Ausbildung und Sport in der Kreisgruppe, ...so zog denn Ninja in unser Heim.

Das erste Mal ein Welpe und dann auch noch ein Malinois der schlimmsten Sorte: groß, schon von Welpenbeinen an sehr muskulös und kräftig und wirklich richtig böse ...so was gibt es tatsächlich.

Kein Anfängerhund, eine wirkliche Aufgabe auch für sehr erfahrene Hundeführer und immer extrem stressig. 

Aber auch er hat bis heute mehrfach die SchH 3 und IPO 3 abgelegt und wird auch seinen Lebensabend bei uns verbringen....einen besseren Wächter und Schutzhund im privaten Bereich kann man sich nicht vorstellen: unbestechlich, kein Kläffer, aber jederzeit hellwach und verteidigungsbereit... und das Beste an ihm: was zum Rudel gehört, liebt er abgöttisch und  sogar unsere Welpen zieht er mit auf!

 

Hubert Müller

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